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title: "Was sind Agile Methoden? | dkd-Glossar"
url: "https://www.dkd.de/de/glossar/was-sind-agile-methoden-1/"
description: Agile Methoden sind iterative Ansätze für Softwareentwicklung und Projektarbeit. Sie fördern Flexibilität und schnelle Anpassung an Veränderungen.
date: 2026-08-19
modified: 2026-08-19
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# Was sind Agile Methoden? | dkd-Glossar

Was sind Agile Methoden?
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**Agile Methoden** sind iterative Ansätze für Softwareentwicklung und Projektarbeit, die Flexibilität, enge Zusammenarbeit und schnelle Anpassung an Veränderungen in den Mittelpunkt stellen. Ihre gemeinsame Grundlage ist das [Agile Manifest](https://agilemanifesto.org/iso/de/manifesto.html "Zum Agilen Manifest für Softwareentwicklung") aus dem Jahr 2001, das als Reaktion auf schwerfällige, stark planungsgetriebene Vorgehensweisen formuliert wurde. Statt einen Plan möglichst genau abzuarbeiten, soll im agilen Vorgehen frühzeitig auslieferbare Software entstehen, an deren Weiterentwicklung sich Team und Kunde gemeinsam orientieren.

**Werte und Prinzipien**
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Das Agile Manifest stellt vier Wertepaare auf, die in jeder Situation eine Orientierung geben: **Individuen und ihre Interaktionen** sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge, **funktionierende Software** wichtiger als umfassende Dokumentation, die **Zusammenarbeit mit dem Kunden** wichtiger als Vertragsverhandlungen und das **Reagieren auf Veränderungen** wichtiger als das strikte Befolgen eines Plans. Dahinter stehen zwölf Prinzipien, die unter anderem die frühe und kontinuierliche Lieferung wertvoller Software, das Willkommenheißen späterer Anforderungsänderungen, die tägliche Zusammenarbeit von Fachexperten und Entwicklern sowie die Einfachheit als Gestaltungsleitlinie betonen.

**Gängige Frameworks**
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Aus diesen Werten haben sich verschiedene Frameworks entwickelt, die sich in Schwerpunkt und Skalierung unterscheiden. [Scrum](https://www.dkd.de/de/glossar/scrum/#c6017 "Erfahren Sie mehr zum agilen Framework SCRUM") strukturiert die Arbeit in Sprints von typischerweise zwei bis vier Wochen, verteilt Verantwortung auf Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam und nutzt feste Termine für Planung, tägliche Abstimmung, Review und Retrospektive. [Kanban](https://www.dkd.de/de/glossar/was-ist-kanban/#c11860 "Erfahren Sie mehr zur agilen Methode Kanban") verzichtet auf feste Iterationen und setzt stattdessen auf kontinuierlichen Fluss, Visualisierung der Arbeit und Limits für parallele Aufgaben. Extreme Programming legt den Fokus auf technische Praktiken wie Pair Programming, testgetriebene Entwicklung und [Continuous Integration](https://www.dkd.de/de/glossar/detail/continuous-integration/#c2840 "Erfahren Sie, was man unter Continuous Integration versteht"). Für größere Organisationen kommen Skalierungsansätze wie SAFe oder LeSS ins Spiel, die mehrere Teams gemeinsam auf ein Produkt oder einen Wertstrom ausrichten.

**Typische Praktiken**
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In der täglichen Arbeit werden die Frameworks durch Praktiken ergänzt, die unabhängig vom konkreten Vorgehen genutzt werden können. Anforderungen werden als User Stories aus Nutzersicht beschrieben und über [Story Points](https://www.dkd.de/de/glossar/story-points/#c7438 "Erfahren Sie mehr zu Story Points") relativ geschätzt. Kurze tägliche Abstimmungen halten das Team synchron, Reviews am Sprintende dienen der Vorführung gegenüber Stakeholdern, und Retrospektiven verankern kontinuierliche Verbesserung. Auf technischer Ebene sorgen Code Reviews, Pair Programming und Continuous Integration für stabile Qualität und einen gleichmäßigen Arbeitsfluss.

**Agile und Wasserfall im Vergleich**
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Im Vergleich zum klassischen Wasserfallmodell mit seinen sequenziellen Phasen, umfangreicher Vorabplanung und einer späten Auslieferung setzt das agile Vorgehen auf iterative Zyklen, adaptive Planung und frühe, häufige Lieferung. Änderungen werden nicht als Störung verstanden, sondern als erwarteter Bestandteil der Entwicklung. Statt umfangreicher Dokumentation steht funktionierende Software im Mittelpunkt, ergänzt durch eine schlanke, gezielte Dokumentation an den Stellen, an denen sie wirklich Nutzen bringt.

**Metriken und Steuerung**
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Zur Steuerung agiler Arbeit haben sich einige Kennzahlen etabliert. Die Velocity beschreibt, wie viele Story Points ein Team typischerweise pro Sprint abschließt, Lead Time und Cycle Time messen die Durchlaufzeit von Aufgaben, und Burndown- oder Burnup-Charts zeigen den verbleibenden Restaufwand. Ergänzend werden weiche Indikatoren wie die Zufriedenheit im Team erhoben, weil dauerhaft leistungsfähige Teams mehr brauchen als bloße Zahlenwerte.

**Bedeutung für die Praxis**
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Agile Methoden entfalten ihren Nutzen vor allem dort, wo Anforderungen unklar oder im Wandel sind und sich der Wert einer Lösung erst im Gebrauch zeigt. Sie sind kein Selbstzweck und nicht für jedes Vorhaben sinnvoll, etwa bei strikt regulierten Projekten mit fixiertem Funktionsumfang. Entscheidend ist, dass die Werte tatsächlich gelebt werden und nicht nur die äußere Form übernommen wird. Ein agiler Rahmen ohne echtes Mandat zur Veränderung verkommt sonst leicht zu reiner Routine.

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