PHP Dutch Conference 2019 - Amsterdam | dkd on tour

Dutch PHP Conference

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Markus Goldbach

In Amsterdam hat vom 7. bis 8. Juni 2019 die Dutch PHP Conference stattgefunden. Wir waren dabei und berichten von den Geschehnissen.

Prolog: Die Fahrt nach Amsterdam

Die Fahrt nach Amsterdam erfolgte mit der Bahn. Zur Überraschung aller fuhr sie einigermaßen pünktlich los. Auch der weitere Fahrtverlauf verlief ohne weitere Verzögerungen, das Wetter spielte mit und wir kamen sogar im gewünschten Zielbahnhof an, dass muss nicht so sein aber dies kommt später.
Das Schwierige daran war nur den Ausgang zu finden. Also den Ausgang selbst haben wir schon gefunden, nur nicht den Weg, wie man ohne athletische Darbietung, an der Schranke vorbei kommt :). Nachdem wir ziellos von einem Ende des Bahnhofs zum Anderen gelaufen sind, nahm der Reiseleiter der Gruppe allen Mut zusammen und drückte beherzt den Knopf "INFO".
Nach einem kurzen aber bestimmten Gespräch öffnete sich die Schranke und wir erreichten den nächsten Abschnitt des Bahnhofs und nahmen die Suche nach einen ÖPNV-Automaten auf. Diesen fanden wir nach ein paar Augenblicken und Fehlschlägen und konnten, mit den erworbenen Tickets die nächste Schranke öffnen und die Amsterdamer Metro betreten. Nach Fahrt mit der Metro und dem Wechsel auf die Tram erreichten wir schließlich, ohne weitere Zwischenfälle, unser Hotel.

Kapitel 1: Die Konferenz beginnt

Wir erreichten morgens zuverlässig, mit der Tram, das RAI Amsterdam (Messe- und Kongresszentrum), den Veranstaltungsort der Konferenz. Der Check-In war zur unserer Überraschung, zügig erledigt. Einfach irgendwo anstellen und kurze Zeit später hielt jeder seinen Badge in der Hand bzw. um den Hals.

Nach dem Morgenkaffee ging es dann zur Eröffnung und Keynote. Der CEO von Ibuildings und Organisator begrüßte die Teilnehmer der Konferenz und stellte den weiteren Rahmen und Ablauf der Konferenz dar. Anschließend übergab er an Kevlin Henney der die Keynote hielt.

Thema war «Agility ≠ Speed». Er zeigte hier, anhand von physikalischen Funktionen, warum man die Geschwindigkeit bei der Softwareentwicklung nicht einfach messen und beliebig anpassen kann.
So haben Sprints nicht mit sprinten zu tun sondern mit einer nachhaltigen Planung, viele Aussagen zu Dauer und Durchführung kann man zu Beginn eines Projektes nur treffen, wenn man mit einer TARDIS in die Zukunft reisen würde. Full-stack development beschreibe zu dem nicht nur den Code sondern auch die Welt außerhalb des Codes.
Zusätzlich gab er allen den Tipp bei der Frage nach dem Beruf zukünftig «Zeitreisender» zu sagen, dass klinge nicht nur besser als Softwareentwickler, sondern stimme durch Tools wie GIT auch. Man kann zu jedem Zeitpunkt innerhalb des Projektes zurückreisen und den Prozess des Lernens und Entwickeln noch einmal nach vollziehen.
Weiter ging es zu den verschiedenen Vorträgen des Tages.
Da die Vorträge auf Youtube (Dutch PHP Youtube Channel) bereitgestellt werden sollen, wird an dieser Stelle auf das ein oder andere Highlight eingegangen.

An der Stelle gehe ich kurz noch auf das folgende Highlight ein.

Software Management Lessons from the 1960s von Larry Garfield

Larry nahm hier Aussagen aus dem Buch «The Mythical Man-Month» von Fred Brooks und verglich sie mit den Problemen von heutigen Softwareprojekten. Das Buch erschien 1975 und wurde 1995 aktualisiert. Dabei zeigte Larry eindrucksvoll und mit Humor, dass sich die Technologie zwar weiterentwickelt hat, jedoch die Probleme im Projektmanagement immer noch dieselben sind.
Eine der Aussagen von Fred Brooks lautete «Adding manpower to a late software project makes it later», welcher jeder Anwesende bejahen konnte.

Wie auf solchen Konferenzen üblich, wurde jeder Teilnehmer reichlich mit Essen und Getränken versorgt. Und da Tische und Stühle an Konferenzen Mangelware sind, wurde hier fleissig Finger Food verteilt.

Nach weiteren Vorträgen und einem Eis am Nachmittag begann die Social Night.


Natürlich erledigten wir zuerst das Wichtigste und versorgten uns mit den FreeCoins für die gekühlten Getränke. Nach dem der Durst gelöscht war begaben wir uns auf Nahrungssuche. Hier erwies sich wieder der Reiseleiter als Naturtalent. Mit Hingabe und Zielstrebigkeit macht er sich auf die Suche und versorgte seine Begleiter mit Pommes, Mini-Burger und Hotdogs.

Gestärkt ließen wir dann den Abend bei guten Gesprächen ausklingen.

Kapitel 2: Die Konferenz geht weiter

Nach dem morgendlichen Kaffee ging es gleich weiter mit Vorträgen.

Hello my name is "if" von Sebastian Feldmann

Hier wurde gezeigt wie IF/ELSE/ELSIF-Statements bzw. Switch/Case-Statements es schwer machen Code zu lesen und zu verstehen. Wie sie es uns erschweren Code sinnvoll zu testen und schließlich zu erweitern. Sebastian Feldmann zeigte dabei auch was die Anweisungen im OP-Cache von PHP erzeugen und warum es schlecht ist viele verschachtelte IF-Statements zu haben.
Er zeigte dann weiter wie man mit Softwarepatterns, diese Komplexität auflösen kann um schlussendlich besseren Code zu erhalten.

Crazy Fun Experiments with PHP (Not for Production) von Zan Baldwin

Hier gab es einen Exkurs wie man in PHP seinen eigenen Stream, wie zip oder ssh, entwicklen kann um seine eigenen Language Features bereit zustellen und das nur mit PHP. So wird es nie langweilig mit PHP.

Die Abschluss-Keynote wurde von Jessica Mauerhan gehalten. Sie zeigte wie Software, die jeder schreibt die Welt eines Menschen besser und einfacher machen kann, aber stellte die Frage warum viele Softwareentwickler sich dennoch wie "Arschlöcher" verhalten und die Antwort "RTFM" geben anstatt sich mit dem Problem des Menschen gegenüber zu beschäftigen.

Nach der Keynote stärkten wir uns noch einmal mit einem Kaltgetränk und machten uns auf dem Weg zurück zum Bahnhof, um den Zug nach Frankfurt zu nehmen.

Fazit

Die Konferenz war sehr gut organisiert. Die von uns besuchten Vorträge informativ und gut vorgetragen.

Epilog: Die Rückfahrt

Wie es am Bahnhof endete so begann es auch wieder. Auch diesmal lies sich die Schranke zum Inneren des Bahnhofs nicht einfach passieren. Weder mit dem QR-Code der Zugfahrkarte noch mit den ÖPNV-Tickets lies sich Zugang verschaffen. Der Reiseleiter war hier wieder der Held der Stunde. Zusammen mit einer Bahnangestellten schaffte er es, den richtigen QR-Code zu finden und konnte uns Zutritt verschaffen. Damit konnte wir nun den Zug Richtung Frankfurt besteigen.

Die Fahrt nach Frankfurt verlief ohne Verspätungen, dass hätte ein Warnsignal sein sollen.

Es stellte sich heraus, dass für jene unserer Gruppe die weiter Richtung Nordosten wollten, mehrere Hindernisse zu bewältigen hatten. Zum Einen wurden Bahnbrücken erneuert und zum Andern ein Stellwerk elektrifiziert. Aber schlussendlich kamen wir alle wieder zu Hause an.

Ein besonderer Dank an dieser Stelle an Yasemin für die Organisation des Hotels und der Fahrkarten.


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Markus Goldbach

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